Vor knappen zwei Jahren kam ich (erneut) nach Kiel und startete mit diesem Projekt. Im Rückblick frage ich mich oft: was habe ich eigentlich die ganze Zeit gemacht? Blicken wir auf das erste Jahr: September 2018 bis 2019.


Ich kann nicht behaupten, dass create mir leichtfüßig von der Seele floss, dass die Inhalte mit spielerischer Leidenschaft aus mir heraussprudelten.

Es gab die mühelosen Momente des Schaffens, es gab aber auch viele Momente des Zweifels, der Starre und Hürden.

Die Fülle an Fragen, an Inhalten und unterschiedlichen Themen erschlug mich zeitweise, die Ahnung, dass sie am Ende doch zusammenpassen, trieb mich weiter an. Das erste Jahr war reine Entwicklungsarbeit ohne wirklich sichtbare Ergebnisse - äußerlich ein Jahr des Stillstandes und der Introvertiertheit, innerlich ein Jahr des Wandels und der Entwicklung.


Neben den eigenen Wirren und Wegen, gab es auch umgebende Umstände, die so förderlich wie fordernd waren. Create entsteht im Rahmen des EU-Projektes VekselWirk, ein Netzwerk aus deutsch-dänischen Partnern, die durch verschiedenste Ansätze und Ideen versuchen die Kreativwirtschaft zu fördern.

Dieser so bunte Hintergrund bot mir enorme Freiheiten und Möglichkeiten zur Selbstgestaltung, rang aber gleichzeitig mit der eigenen Vielschichtigkeit und Komplexität.


Blicke ich auf das erste Projektjahr zurück, war es gefüllt von der Orientierung in jungen Organisations- und Arbeitsstrukturen. Mein Hauptthema war die Positionierung des Projektes wie meiner Person in diesem Umfeld und der Welt:

was will ich sagen, wem will ich das sagen und warum wird das gebraucht?

Die Sortierung und vor allem Priorisierung und sinnvolle Verknüpfung der umherschwirrenden Inhalte war eine Geburt - und fügt sich nun im Rückblick oftmals so unaufgeregt zusammen.


Ich freue mich nun endlich, ein paar Wochen vor offiziellem Projektende, eine finale Website vor mir zu haben. Die ersten Artikel lesen zu können, das Interview mit Martin Theben, die Yoga- und Meditationssessions, Auszüge aus meinem Projekttagebuch und eine erste Reflexion zum Thema Stress hier gebündelt und gestaltet in der Welt zu sehen.

Ich bin gespannt, wohin diese Arbeit wachsen möchte.