Um die Sprachen meines Körpers zu verstehen, brauche ich vor allem eins: die Fähigkeit zuzuhören.
In dieser Meditation führt Johannes uns von der Zehenspitze bis zu Haarkrone durch unseren Körper, um uns für die Wahrnehmung unseres körpereigenen Kommunikationssystems zu sensibilisieren. Wir lernen, die feinen Signale wie Kribbeln, Schmerz oder Wärme frühzeitig mit unserer sensorischen Intelligenz zu erkennen, sie bewusst zu spüren und zu akzeptieren. Aus jeder Zelle unseres Körpers spricht so viel Wissen, so viel Weisheit – und wir dürfen lernen, diese uns innewohnenden Fähigkeiten wahr- und vor allem auch ernst zu nehmen.


Diese ruhige Meditation hilft Dir, vom Denken ins Fühlen zu kommen und die eigenen Körpersignale mit sensiblem und respektvollem Blick auf Dich selbst zu erspüren. Sie öffnet Dich für ein tiefere Körperwahrnehmung, gibt Kraft und Stabilität und hilft Dir nachzuspüren, wie und was Du jetzt in diesem Moment fühlst und was Du wirklich brauchst.

Meditation - die sinnende Betrachtung

Gekreuzte Beine, unbequemes Sitzen und starres Schweigen. Wenn von Meditation gesprochen wird, denken die meisten Menschen sofort an Sätze wie: ich darf nichts denken, ich muss in einer bestimmten Position sitzen, ich darf mich nicht rühren. Quatsch, sagt Johannes.

Meditation bedeutet, frei übersetzt aus dem lateinischen, „sinnende Betrachtung“ - und beim Betrachten kann man nichts falsch machen.

Zwing Dich zu nichts, denn je weniger Du unbedingt willst, desto besser klappt es. Alles darf sein und alles ist ein Teil des Prozesses. Betrachte das, was kommt, mit neugierigem Blick: das Jucken der Nase, das einschlafende Bein, die ständig wiederkehrenden Gedanken, die Rückenschmerzen, aber auch Frustration oder Langeweile. Falls Du darauf reagieren möchtest, tue das– aber bleibe dabei achtsam und bewusst.

Achtsamkeitsmeditation

Im Gegensatz zur bewegten Meditation (z.B. ursprüngliches Yoga, Chi-Gong) geht es bei Achtsamkeitsmeditation nicht um körperliche Aktion. Bei create lernen wir Achtsamkeitsmeditation kennen, die sich maßgeblich auf die menschlichen Sinne als Meditationsobjekt bezieht, vorrangig die Atembewegung im Körper.

Wir versuchen, all unsere Aufmerksamkeit auf den Fluss der Atmung zu konzentrieren. Die Ablenkung durch innere und äußere Reize ist dabei vollkommen normal und gehört dazu. Sobald Du bewusst wahrnimmst, dass dein Fokus abschweift, nimm es gelassen hin und lade deine Aufmerksamkeit ein, ganz gemütlich und entspannt wieder zurück zum Meditationsobjekt zu kommen. Das ist schon alles. Simpel, aber nicht einfach.